„End-lich leben!“ – Vortrag zu Bestattung und Abschied

(Fotos: Andreas Straub)

Mehr als 80 Menschen sind am Mittwochabend ins Paulushaus Osterberg gekommen, um sich mit einem Thema zu beschäftigen, über das sonst gern geschwiegen wird: Wie wollen wir einmal Abschied nehmen und wie sollen andere von uns Abschied nehmen können?

Unter dem Titel „End-lich leben! Bestattungsrituale aus weltlicher und geistlicher Sicht“ hat Pfarrer Kleinle erklärt, was bei einer kirchlichen Beerdigung geschieht und was die einzelnen Zeichen bedeuten: Osterkerze, Weihwasser, Weihrauch, die Erde und das Kreuz am Grab. Es ging auch um die Worte, die dabei gesprochen werden und über die Möglichkeiten, die es bei einer kirchlichen Beerdigung gibt. Den weltlichen Blick brachte Frau Hirt vom Bestattungsinstitut Wedemayer mit. Aus ihrer Praxis berichtete sie, welche Möglichkeiten es heute gibt, was man vorab absprechen kann und was Angehörigen später viel Last abnimmt.

Besonders lebendig war die Fragerunde. Viele wollten Genaueres zur Urnenbestattung wissen und zu den Möglichkeiten, die es dafür gibt. Gerade diese Fragen haben gezeigt, wie groß das Bedürfnis ist, sich rechtzeitig und ohne Scheu damit zu befassen. Wer seine Wünsche kennt und aufschreibt, schenkt den Hinterbliebenen Sicherheit.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an Frau Hirt für ihre offenen und praktischen Worte und die VHS mit ihrem Team für die Organisation und Durchführung dieser Reihe.