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Sterberosenkranz
In unserer katholischen Tradition hat der Sterberosenkranz einen festen und wertvollen Platz. Wenn der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen uns innerlich verstummen lässt und wir keine eigenen Worte mehr finden, schenkt uns dieses jahrhundertealte Gebet eine tragende Form. Das gleichmäßige und vertraute Beten hüllt uns ein, stiftet Gemeinschaft und bringt unsere Hoffnung auf die Auferstehung zum Ausdruck.
Was bedeutet der Sterberosenkranz? Beim Rosenkranz betrachten wir an der Hand der Gottesmutter Maria das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu. Im Sterberosenkranz vertrauen wir den oder die Verstorbene ganz konkret der Barmherzigkeit Gottes und der Fürsprache Mariens an. Es ist ein starkes Zeichen der Verbundenheit zu unseren Verstorbenen.
Wie wird der Sterberosenkranz gebetet? In der Regel versammelt sich die Trauergemeinde am Vorabend oder kurz vor der Beerdigung in der Kirche. Das Gebet wird oft von ehrenamtlichen Vorbeterinnen und Vorbetern aus unserer Gemeinde geleitet.
Der Ablauf folgt der klassischen Form des Rosenkranzes:
- Eröffnung: Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis.
- Einleitung: Es folgen das „Vater unser“ und drei „Gegrüßet seist du, Maria“ mit der Bitte um die göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.
- Die fünf Gesätze: Meist werden beim Sterberosenkranz die schmerzhaften (Leiden und Sterben Jesu) oder die glorreichen Geheimnisse (Auferstehung und himmlische Herrlichkeit) gebetet.
- Abschluss: Der Rosenkranz endet mit dem Gebet für die Verstorbenen: Vorbeter: „Herr, gib ihm/ihr die ewige Ruhe.“ Alle: „Und das ewige Licht leuchte ihm/ihr.“ Vorbeter: „Lass ihn/sie ruhen in Frieden.“ Alle: „Amen.“
Jeder ist willkommen Auch wenn Ihnen das Rosenkranzgebet vielleicht nicht (mehr) ganz so vertraut ist: Sie sind herzlich eingeladen, einfach dazuzusitzen, zuzuhören und sich von der meditativen Ruhe und der betenden Gemeinschaft tragen zu lassen.
Als Unterstützung finden Sie im Gotteslob Nr. 4 den Ablauf des Rosenkranzes.
Abschiedsgebet
Wenn ein geliebter Mensch von uns geht, stehen wir oft sprachlos da. In dieser schweren Zeit der Trauer tut es gut, sich an vertraute Worte und Rituale anlehnen zu können. Neben dem traditionellen Sterberosenkranz bieten wir Ihnen hier eine Vorlage für ein Abschiedsgebet an. Es soll Ihnen eine Hilfe sein, die gemeinsame Trauer vor Gott zu bringen und Trost im christlichen Glauben zu finden.
Was ist das Abschiedsgebet? Dieses Gebet ist eine liebevoll gestaltete Andacht, die Frau Barbara Käufler für unsere PG entworfen hat. Sie verbindet tröstende Worte der Heiligen Schrift – wie die Lesung aus dem Johannesevangelium, in der Jesus verspricht, uns eine Wohnung im Himmel zu bereiten – mit vertrauten Liedern aus dem Gotteslob. Das Gebet umfasst zudem ein spezielles Gesätz des Rosenkranzes, eine berührende Litanei, in der wir für das Leben des Verstorbenen danken, sowie tiefgehende persönliche Segenswünsche für den letzten Weg.
Wie wird das Abschiedsgebet gefeiert?
Der Ablauf ist so konzipiert, dass er ganz einfach von Angehörigen, Freunden, Nachbarn oder ehrenamtlichen Vorbetern aus unserer Pfarreiengemeinschaft geleitet werden kann. Gedacht ist das Abschiedsgebet so, dass die Angehörigen es selbst beten können. Sie dürfen sich aber gerne zur Unterstützung oder bei Fragen an uns wenden.
- Der Ort: Sie können diese Andacht in der familiären Geborgenheit zu Hause, bei der Aufbahrung, in der Aussegnungshalle oder in der Kirche beten.
- Die Vorbereitung: Laden Sie sich das Dokument unten einfach herunter und drucken Sie es aus. Im Text finden Sie kleine Platzhalter (Punkte) – hier wird jeweils der Name des oder der Verstorbenen eingesetzt.
- Der Rahmen: Wir empfehlen, für das Gebet eine Kerze zu entzünden, die an die Osterkerze und an Christus als das Licht der Welt erinnert. Auch ein Kreuz oder ein Bild des Verstorbenen können Sie gerne dazustellen.
- Die Lieder: Die Lieder können gemeinsam gesungen oder – falls das Singen in der Trauer zu schwerfällt – auch abwechselnd gesprochen werden.
Wir hoffen, dass Ihnen dieser Ablauf eine Stütze ist, um in christlicher Zuversicht Abschied zu nehmen und die tragende Nähe Gottes in der Trauer zu spüren.
Zum PDF-Inhalt springenUnterstützung vor Ort
Sie müssen das Gebet nicht allein bewältigen. In den einzelnen Orten unserer Pfarreiengemeinschaft helfen Ihnen gerne:
- Osterberg: Meistens übernimmt jemand aus dem Wortgottesdienstteam das Gebet, manchmal auch Verwandte oder Nachbarn.
- Kellmünz: Inge Schmid und Sieglinde Schäffler
- Altenstadt: Karin Fuchs
- Weiler: Monika Haugg und Maria Larisch
- Untereichen: Cornelia Zanker
Bei Fragen zum Sterberosenkranz oder zum Abschiedsgebet hilft Ihnen auch das Pfarrbüro gerne weiter.
