Bedeutung

Ein Haus oder eine Wohnung sind für uns Menschen eine wichtige Lebensgrundlage. Sie geben uns ein gewisses Maß an Sicherheit, Geborgenheit und Aufgehobensein. Mit dem alten, aber noch immer modernen Brauch einer Segnung unserer Wohnräume vertrauen wir sie dem besonderen Schutz Gottes an, der uns im noch tieferen Sinn Heimat und Geborgenheit schenkt. Auch Jesus suchte Menschen zu Hause auf und sprach davon, dass "diesem Haus das Heil widerfahren sei".Wir bitten beim Segen für unser Heim Gott darum, dass wir ihn und seine Fürsorge für uns in unseren Wohnräumen erfahren können und aller Ungeist und alles Unheil fern bleiben möge. 

Ablauf

Ein Priester unserer Pfarreiengemeinschaft, der die Haus- oder Wohnungssegnung durchführt, beginnt die Feier mit den Anwesenden im zentralen Raum des Hauses oder der Wohnung. Meist ist dies das Wohnzimmer. Dort wäre es schön, wenn die Bewohner den Tisch in einer angemessenen Weise vorbereitet haben. Zum Beispiel mit Kreuz, Blumen und eventuell mit einer Hausbibel.

An dieser Stelle wird gebetet, eine Schriftstelle gelesen und kommentiert und eventuell auch gesungen. Dann ziehen die Bewohner mit dem Priester in die verschiedenen Räume, die dann mit Weihwasser gesegnet werden. Zum Abschluss werden Fürbitten gesprochen, das Vater unser gebetet und ein allgemeiner Segen über die Beteiligten zum Abschluss erteilt.

Danach ist es schön, wenn die Bewohner des Hauses oder der Wohnung sich zusammensetzen und dies auch gebührend durch Speiß und Trank feiern.

Formales

Wer die Segnung eines Hauses oder einer Wohnung wünscht, meldet sich bitte im Pfarrbüro. Der Pater Mathäus oder Pfarrer Beck wird sich dann wegen eines Termin und eines kurzen Vorbereitungsgespräch mit Ihnen in Verbindung setzen.

Nach katholischem Verständnis ist die Weihe ein Sakrament, d.h. ein sichtbares Zeichen, durch das Amtsträger der Kirche zu ihrem bevollmächtigten Dienst bestellt werden. Das Weihesakrament entfaltet sich in drei Stufen: die Weihe zum Bischof, die Weihe zum Priester und die Weihe zum Diakon.

Die Priesterweihe erfolgt im Rahmen einer feierlichen heiligen Messe durch einen Bischof. Auf diese Weise soll zum Ausdruck kommen, dass der Priester am Priestertum des Bischofs und seiner Sendung teil hat und als Mitarbeiter der Bischöfe zum Dienst am Volk Gottes berufen ist. Nach dem Evangelium werden die Kandidaten namentlich aufgerufen. Sie erklären: "Ich bin bereit." Der für ihre Ausbildung verantwortliche Priester versichert dem Bischof, dass die Kandidaten des Priesteramtes würdig sind. Danach versprechen die Weihekandidaten dem Bischof und seinen Nachfolgern Gehorsam, den Dienst der Sakramente und der Verkündigung zu übernehmen und den Armen und Notleidenden zu helfen.

Nach dem Gesang der Allerheiligenlitanei folgt die zentrale Handlung der Priesterweihe. Durch Handauflegung und das anschließende Weihegebet weiht der Bischof die Männer zu Priestern. Auch alle anderen anwesenden Priester legen ihnen die Hände auf. Danach folgt das Anlegen der Priestergewänder, die Salbung der Hände mit Chrisam, die Überreichung von Brot und Wein für die Eucharistiefeier sowie der Friedensgruß.

Anschließend feiern die Neupriester gemeinsam mit dem Bischof die heilige Messe. Zum Priester können nach römisch-katholischem Recht nur Männer geweiht werden. Die Priesteramtskandidaten haben sich durch ein Propädeutikum (sechsmonatige Einführungsphase zur spirituellen und pastoralen Vorbereitung auf das Studium), das (mindestens) fünfjährige Theologie- und Philosophiestudium, eine vertiefende Ausbildung im Priesterseminar (Pastoralkurs) sowie durch die Tätigkeit als Diakon in einer Gemeinde auf die Priesterweihe vorbereitet. (Quelle:Lexikath©, hrsg. von Ulrich Lota)

Weitere Informationen zum Thema Priesterweihe:

Die Krankensalbung ist eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche. Der Priester legt dem Kranken die Hände auf, salbt ihn mit Öl und spricht ihm zeichenhaft das von Christus verkündete Heil zu, vor allem die Befreiung von der Sünde.

Die Krankensalbung soll Stärkung und Linderung sowie das Vertrauen auf den Beistand Christi schenken. Volkstümlich wird die Krankensalbung immer noch als "Letzte Ölung" bezeichnet, da sie lange Zeit nur Sterbenden gespendet wurde.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) wird die Krankensalbung aber als ein Sakrament für schwer Erkrankte verstanden. Sie kann mehrmals im Leben empfangen werden – und zwar schon vor einer schwierigen Operation oder auch schon bei ersten Anzeichen einer schweren Erkrankung.

Gültig spenden kann das Sakrament laut kirchlichem Gesetzbuch nur ein Priester. Er salbt Hände und Stirn des Kranken mit reinem Olivenöl, das jedes Jahr in einer eigenen Messfeier in der Karwoche vom Bischof geweiht wird. Dabei spricht er die Spendeformel: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf." (Quelle:Lexikath©, hrsg. von Ulrich Lota)

Weiteres zum Thema Krankensalbung:

katholisch.de

Die katholische Kirche versteht die Ehe als eine lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau. Die Ehe ist ein Sakrament, das sich die Eheleute selbst spenden, wenn sie vor dem Pfarrer und zwei Zeugen diesen lebenslangen Bund schließen.

Da der Ehebund eine lebenslange Gemeinschaft und damit unauflöslich ist, kennt die katholische Kirche keine Ehescheidung. Allerdings ist es möglich, dass eine Ehe aus bestimmten Gründen annulliert wird. (Quelle: Lexikath©, hrsg. von Ulrich Lota)

Wenn Sie gerne in unserer Pfarreiengemeinschaft heiraten wollen, dann nehmen Sie bitte frühzeitig mit unserem Pfarrbüro Kontakt auf (Tel: 08337-261). Sie werden dann von einem unserer Seelsorger zu einem Treffen eingeladen, bei dem alles weitere wie die Organisation, "Bürokratie" oder die inhaltliche Gestaltung des Gottesdienstes besprochen werden kann.

Mehr Informationen über

Die Buße ist ein ständiger Vorgang im Leben des Christen. Das Bußsakrament (Beichte) schenkt dem getauften Christen, der seine Schuld bereut, sie vor dem Priester bekennt und eine Bußauflage erfüllt, die Vergebung seiner Sünden.

Die Beichte (Althochdeutsch: bijiht =  „Aussage“) ist das persönliche Bekennen und Bereuen von Schuld gegenüber einem Priester und Teil des Sakraments der Buße. (Quelle:Lexikath©, hrsg. von Ulrich Lota)

Zeiten zu Beichtgelegenheiten in unserer Pfarreiengemeinschaft finden sie in der aktuellen Gottesdienstordnung oder Sie machen einen Termin mit einem unserer Seelsorger über das Pfarrbüro (Tel: 08337-261) aus.

Die Vorbereitung auf die Erstbeichte der Kinder ist übrigens in der Vorbereitung auf die Erstkommunion integriert.

Weitere Informationen zu Buße und Beichte:

katholisch.de

Die Feier der Eucharistie ist eine Handlung im Rahmen der Hl. Messe, die auf das letzte Abendmahl von Jesus und seinen zwölf Jüngern am Vorabend seines Todes zurückgeht (vgl. Lk 22, 19). Dabei ist Jesus Christus nach dem Glauben der römisch-katholischen Kirche und den mit Rom unierten Ostkirchen gegenwärtig (Realpräsenz).

Quelle: Katholisch A-Z. Das Handlexikon. Hrsg. von Manfred Becker-Huberti und Ulrich Lota. Freiburg, Herder 2009

Von Oktober 2004 bis Oktober 2005 hatte Papst Johannes Paul II. das Jahr der Eucharistie ausgerufen. Sie finden hier Dokumente sowie weitere Informationen zum Thema Eucharistie:

Jahr der Eucharistie 2005

  1. Apostolisches Schreiben MANE NOBISCUM DOMINE von Papst Johannes Paul II. zum Jahr der Eucharistie (in: VAS 167) (pdf-Datei,  345kB)
  2. Das Jahr der Eucharistie. Empfehlungen und Vorschläge der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung (Anhang in VAS 167)(pdf-Datei,  345kB)
  3. Urbis et Orbis. Dekret der Apostolischen Pönitentiarie aus Anlass des "Jahres der Eucharistie"
  4. Pressegespräch zum Jahr der Eucharistie während der Frühjahrs-Vollversammlung in Stapelfeld/Oldenburg am 16.02.2005
  5. ECCLESIA DE EUCHARISTIA - Enzyklika von Papst Johannes Paul II. über die Eucharistie in ihrem Verhältnis zur Kirche (pdf) (pdf-Datei,  188kB)

Die Kommunion
Die Austeilung der Kommunion erfolgt in der Regel während der Heiligen Messe (Eucharistiefeier). Sie ist aber auch außerhalb dieser Feier möglich (Krankenkommunion).

Die Form des Kommunionempfangs ist unterschiedlich. Meistens wird nur das heilige Brot, die Hostie, ausgeteilt. Bei Eucharistiefeiern mit kleineren Gruppen ist auch die Kelchkommunion ("Kommunion in beiderlei Gestalt") üblich, bei der auch der konsekrierte Messwein an die Gläubigen ausgeteilt wird. Quelle: Katholisch A-Z. Das Handlexikon. Hrsg. von Manfred Becker-Huberti und Ulrich Lota. Freiburg, Herder 2009
Im Sonntagsgottesdienst der Pfarrei Altenstadt wird in der Regel die Kommunion immer in beiderlei Gestalt gespendet.

Die Feier der Erstkommunion
Mit Erstkommunion oder auch "erste heilige Kommunion" bezeichnet die katholische Kirche den erstmaligen Empfang der Kommunion, also des Leibes Christi in Gestalt der Hostie.

Die Erstkommunionfeier eines Kindes erfolgt in der Regel im dritten Grundschuljahr im Alter von etwa neun Jahren. Der traditionelle, in vielen Pfarrgemeinden noch heute übliche Termin der festlich begangenen Erstkommunion ist der Sonntag nach Ostern, der so genannte Weiße Sonntag. Da unsere Pfarreiengemeinschaft mit fünf Pfarreien zu groß ist, verteilen sich die einzelnen Erstkommunionen auch noch auf weitere Sonntage in der Osterzeit.

Die Feier der Erstkommunion ist ein Fest der ganzen Pfarrgemeinde. Wie die Taufe und die Firmung zählt die Erstkommunion zu den Initiationssakramenten, den Sakramenten der Christwerdung.

Die Vorbereitung auf die Heilige Erstkommunion in unserer Pfarreiengemeinschaft:
Anfang Oktober laden wir die Eltern der Kinder aus der dritten Jahrgangsstufe zu einem informativen Elternabend. Die Einladung erfolgt in der Regel über die Schule (Sollte Ihr Kind nicht an der Grundschule Altenstadt zur Schule gehen, dann nehmen Sie bitte am Schuljahresanfang mit unserem Pfarrbüro Kontakt auf). An diesem Elternabend wird das Konzept unserer Erstkommunionvorbereitung genau erläutert. Hier in aller Kürze unsere fünf Säulen der Erstkommunionvorbereitung:

  • Die Pfarrgemeinde (z. B. Gottesdienste, Gruppenstunden, Gebet für die Erstkommunionkinder)
  • Die Schule (hauptsächlich für die inhaltliche Vermittlung)
  • Die Pfarreiengemeinschaft (z. B. Eröffnungsgottesdienst, Gemeinschaftstag, Brotnachmittag, gemeinsame Maiandacht, Erstkommunionausflug)
  • Die Familie (die durch Elternbriefe unterstützt wird)
  • Die Elternkatechese (in denen Eltern z. B. Tipps für ihr eigenes Glaubensleben für sich und für ihre Kinder bekommen)

Mehr Informationen zur Erstkommunion:

Aktuell: Der Pastoralrat hat dafür gestimmt, das Firmalter anzuheben. In Zukunft wird in unserer Pfarreiengemeinschaft das Sakrament der Firmung ab der 8. Jahrgangsstufe gespendet. Somit wird die nächste Firmung in unserer Pfarreiengemeinschaft erst im Jahr 2019 stattfinden!

Mit der Firmspendung bekräftigen die Kinder bzw. Jugendlichen (auch "Firmlinge" genannt) ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kirche und empfangen "die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Die Firmung gehört neben der Taufe und der Erstkommunion zu den Initiationssakramenten.

Quelle: Katholisch A-Z. Das Handlexikon. Hrsg. von Manfred Becker-Huberti und Ulrich Lota. Freiburg, Herder 2009

Mehr Informationen zur Firmung bei

katholisch.de

Die Firmvorbereitung in unserer Pfarreiengemeinschaft

Bisher wurden alle zwei Jahre in unserer Pfarreiengemeinschaft das Sakramtent der Firmung gespendet. Eingeladen waren dann alle jungen Menschen ab der 5. Jahrgangsstufe. 

Die jungen Menschen bereiten sich bei uns durch sogenannte Projekte (in denen aktives Christsein kennen gelernt wird), besondere Gottesdienste (die etwas "anders" als die sonntägliche Eucharistie sind), durch kurze, konkrete und konstruktive inhaltliche Treffen (kurz "KKK") und weitere gemeinsame Treffen vor.

Am Beginn werden die jungen Menschen zu einem Infotreff sowie die Eltern zu einem Elternabend eingeladen. Erst dann entscheiden sie sich zu unserem Vorbereitungsweg und zum Sakrament der Firmung durch eine persönliche Anmeldung.

Wie die Firmvorbereitung für die nun älteren Firmbewerber aussehen wird, wird im Laufe der nächsten 2 Jahre entwickelt.

   
   
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