Blasius und Lichtmess – Was ist das eigentlich? Sind das nicht irgendwelche alten, katholischen, verstaubten Festtage, die für uns heute keine Bedeutung mehr haben? Kommt, gemeinsam wollen wir uns auf die Suche machen, was den hinter diesen Traditionen steht.

Beginnen wir mit dem Fest Lichtmess, das auch Darstellung des Herrn genannt und am 2. Februar gefeiert wird. Dabei erinnern wir uns daran, dass Jesus als kleines Kind von seinen Eltern in den Tempel nach Jerusalem gebracht wird. Dort trifft er Simeon und Hanna, die sich total freuen, dass sie in ihrem hohen Alter Jesus sehen dürfen. Auch wir können uns von dieser Freude, die die beiden gespürt haben, anstecken lassen, denn Jesus will – so komisch das auch klingen mag – auch heute zu uns in unser Leben kommen. Übrigens werden an Lichtmess werden auch alle Kerzen, die im neuen Jahr in der Kirche gebraucht werden, gesegnet.

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Einen Tag später, also am 3. Februar denken wir dann an den Heiligen Blasius. Wer an diesem Tag schon mal in der Kirche war, der weiß, dass der Pfarrer seltsame Kerzen in der Hand hat und uns gegen Halskrankheiten segnen will. Doch wieso das eigentlich? Wer war dieser Blasius? Also: Blasius war ein Arzt und Bischof, der verfolgt wurde, weil er Christ war. Daraufhin hat er sich in einer Höhle versteckt und dort die wilden Tiere geheilt und sich um sie gekümmert. Im Gefängnis soll er dann einen Jungen, der an einer Fischgräte erstickte durch sein Gebet gerettet haben. Seitdem werden Christen an seinem Gedenktag vor Halskrankheiten gesegnet und wann brauchen wir das schon mehr als in dieser Zeit?

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Blasius und Lichtmess – wie wir sehen, können diese Feste auch heute für uns noch eine Bedeutung haben, auch wenn das im ersten Moment ganz anders scheint.